In Odenthal-Blecher stehen den Besucherinnen und Besuchern an 365 Tagen im Jahr drei Saunen zur Verfügung, alle orientiert am finnischen Stil. In der holzbefeuerten Blockhaussauna werden Temperaturen von bis zu 95 °C erreicht, die Nordlandsauna ist mit 85 °C temperiert. Die Waldkräuterhütte begeistert Saunagänger mit milden 45 °C und dem wohligen Duft der auf dem Boden liegenden getrockneten Pflanzen. Hier lässt es sich in der Ruhephase zwischen zwei Saunagängen richtig gut aushalten. Wer mit den Baderegeln des Deutschen Sauna-Bundes noch nicht so vertraut ist, bekommt übrigens Schützenhilfe: Axel Päffgen hat sie durchnummeriert und an den einzelnen Stationen ausgehängt.
 
Die kleine Rundtour durch die Saunawelt beginnt im großen Haupthaus. Hier gibt es neben ausreichend Duschen und Umkleidekabinen, Massageräume und Solarien auch eine Bar und ein gemütliches Restaurant mit offenem Kamin. „Das Ambiente ist nostalgisch, fast ein bisschen historisch“, beschreibt Axel Päffgen. Nach dem Saunabad trifft man sich in der Kajüte um zu essen, zu klönen und gelegentlich – der Sauna-Enthusiast hat auch ein Faible für alles Maritime – sogar um Seemannslieder zu hören. An jedem dritten Samstag im Monat findet ein Shanty-Abend statt. Motto: „Versuch‘s mal mit Gemütlickeit aus der guten alten Zeit.“ Regelmäßig stehen auch finnische Wochen auf dem Programm. Dann werden neben Rentiergulasch und Lapin Kulta, dem Bier Lapplands, zahlreiche weitere Spezialitäten aus dem hohen Norden gereicht. Und dass es bei dieser Gelegenheit in den Saunen einen finnischen Spezialaufguss gibt, versteht sich von selbst.
 
 
Die zehn goldenen Sauna-Regeln des Deutschen Sauna-Bundes
 
1. Bitte beachten Sie, dass das Saunabad kein exakt geregeltes Bad ist. Der Saunagänger soll sich in erster Linie wohlfühlen. So können regelmäßige Saunagänger z.B. länger als empfohlen in der Kabine bleiben, Neulinge werden vielleicht bereits eher die Kabine verlassen wollen. Achten Sie beim Saunabaden auf Ihr persönliches Wohlbefinden.
 
2. Bringen Sie ausreichend Zeit mit. Ein vollständiges Saunabad dauert etwa zwei Stunden. Ein gehetztes Abarbeiten der Anwendungen wird ihren Körper eher belasten als entspannen. Auch sollten Sie nicht hungrig oder mit vollem Magen in die Sauna gehen.
 
3. Reinigen Sie sich zunächst unter der Dusche und trocknen Sie sich danach gut ab, denn trockene Haut schwitzt schneller. Ein warmes Fußbad (nur bis zum Knöchel) vor der Sauna fördert das Schwitzen zusätzlich und ist unerlässlich.
 
4. In der Sauna legen Sie Ihr Liegetuch unter den ganzen Körper. Der Aufenthalt sollte kurz, die Wirkung aber intensiv sein. Schwitzen Sie deshalb auf der mittleren oder oberen Bank. Acht bis 15 Minuten reichen dabei völlig. Verlassen Sie sich vor allem auf Ihr Gefühl. Die letzten zwei Minuten sollten Sie sich aufsetzen, um den Kreislauf an die aufrechte Haltung zu gewöhnen.
 
5. Gehen Sie nicht sofort unter die Dusche oder ins Tauchbecken. Kühlen Sie sich erst an der frischen Luft ab, der Körper benötigt jetzt Sauerstoff. Erst danach mit einem Kneippschlauch abgießen oder unter der Schwallbrause abkühlen. Falls Sie das Tauchbecken benutzen, denken Sie vorher daran, den Schweiß abzuspülen.
 
6. Nach der Abkühlung bewirkt ein warmes Fußbad ein wohliges Wärmegefühl. Nochmalige Kaltwasseranwendungen trainieren besonders intensiv die Blutgefäße und erhöhen die Widerstandsfähigkeit Ihres Körpers.
 
7. Im Anschluss daran empfiehlt sich eine kleine Ruhepause zur Förderung der Erholung.
 
8. Während des Saunabades sollten Sie besser nichts trinken, da sonst der Effekt des Entschlackens weitgehend unterbleibt. Die Nutzung eines Solariums stört dagegen nicht die Wirkung der Sauna.
 
9. Weitere Saunagänge führen Sie wie den ersten durch, wobei drei Saunagänge hintereinander zum Erreichen der erstrebten gesundheitlichen Ziele ausreichen. Weitere Saunagänge führen nicht mehr zu einer Steigerung der Sauna-Wirkungen.
 
10. Ein Saunabad dient besonders der körperlichen Erholung und psychischen Entspannung. Um die Wirkung der Sauna beizubehalten und um ungünstige Kreislaufreaktionen zu vermeiden, sollte deshalb nach der Sauna auf sportliche Betätigungen verzichtet werden. Eine Massage dagegen kann zwischen den Saunagängen oder im Anschluss an die Sauna die entspannende und gesundheitsfördernde Wirkung noch verstärken.

 

 

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