Naturheil-SAUNAtorium Eifgen-Sauna

 
Indianische Totems am Rande des Bergischen Landes? Für Axel Päffgen passt das. Die kunstvoll geschnitzten Pfähle symbolisieren für ihn Ursprünglichkeit, Naturverbundenheit und Gesundheit. Und sie erinnern an das Inipi, die aus Weidenruten gebaute Schwitzhütte der nordamerikanischen Naturvölker – und damit der Vorläufer der Sauna. Ein Totem als Wegweiser ist also keine schlechte Wahl. Schon gar nicht für sein Naturheil-Saunatorium, das der Kölner seit Anfang 1973 führt.
 
Päffgen ist Traditionalist. Den bunten und lauten Sauna-Landschaften der kommunalen Spaß- und Erlebnisbäder kann er nichts abgewinnen. Im Gegenteil: Er mag sie nicht. Für ihn ist Sauna mehr als nur Fun, Jux und Tollerei. Und das hat viel mit seiner eigenen Geschichte zu tun. Mit 25 Jahren war er mit schweren Durchblutungsstörungen in den Beinen ins Krankenhaus gekommen. „Ursache waren berufliche Überlastung und Stress“, erinnert sich der frühere Kaufmann an die Zeit zu Beginn der sechziger Jahre. Er bekam den Tipp, es doch mal mit Sauna zu versuchen. „Da musste ich mich erst einmal genauer erkundigen, wovon die überhaupt sprachen. Ich kannte das gar nicht.“ Aber, und das beeindruckte ihn nachdrücklich, die Stunden im Schwitzbad halfen dem Patienten tatsächlich. Nach Monaten regelmäßigen Saunabadens stellte sich der Erfolg ein, die Durchblutungsstörungen und die Verschlüsse waren verschwunden. „Passiv zu sein und dennoch etwas für die Gesundheit zu tun, das gefiel mir.“ Seitdem weiß Axel Päffgen: Sauna tut dem Menschen gut.
 
In der Folge beschäftigte er sich intensiver mit dem Thema, lernte die Richtlinien des Deutschen Sauna-Bundes kennen und belegte eine Vielzahl von Lehrgängen und Seminaren – alles mit dem Ziel, eine eigene Sauna-Anlage zu eröffnen. „Ich suchte nach einem Standort, der einerseits verkehrsgünstig liegt, andererseits aber eine unmittelbare Verbindung zur Natur ermöglicht.“ 1963 war ein passendes Areal am Rande eines Wohngebiets in Odenthal-Blecher gefunden – idyllisch gelegen in Sichtweite des Altenberger Doms. Vom fantasievoll angelegten Saunagarten geht der Blick hinab ins malerische grüne Tal des Eifgenbachs. Ein Platz zum Träumen und Ausspannen, zum stundenlangen Verweilen und Auftanken. 1973 folgte die Eröffnung.
 
Zurück zur Natur, zurück zur Ur-Sauna, Verzicht auf alle neumodischen Spielereien – das sind die wichtigsten Worte in Päffgens Philosophie. Der gesundheitsfördernde Aspekt des Saunierens steht für ihn an erster Stelle. Zentral ist dabei das intensive Wechselspiel von Wärme und Kälte, das für eine Stärkung des Immunsystems sorgt. Durch wiederholtes Saunabaden erhöhen sich nachweislich die Abwehrstoffe im Blut. In wissenschaftlichen Untersuchungen wurde herausgefunden, dass das Interferon – eine Substanz, die bei der Abwehr grippaler Infekte eine wichtige Rolle spielt – bei Menschen ansteigt, die regelmäßig in die Sauna gehen. In der Hitze weiten sich die Adern, bei der folgenden Abkühlung ziehen sie sich zusammen. Die Sauna trainiert das Immun- und Gefäßsystem. Positiv sind auch die Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System und den Zustand der Haut Durch das Wechselbad wird sie gereinigt, verhornte Hautzellen werden abgestoßen, Pickel und Mitesser erweichen und der Talg in den Follikeln verflüssigt sich. Nach der Sauna ist die Haut darüber hinaus straffer und besser ernährt.
 
Den medizinischen Nutzen der Sauna wissen insbesondere Menschen in der zweiten Lebenshälfte zu schätzen. „Die Generation 50plus gehört zu den treuesten Saunagängern“, freut sich Rolf-Andreas Pieper, Geschäftsführer des Deutschen Sauna-Bundes. Grundsätzlich gibt es für das Saunabaden keine Altersgrenze nach oben. „Wir haben Stammgäste, die seit den ersten Tagen zu uns kommen, aber denen sieht man kaum an, dass sie älter geworden sind“, betont Axel Päffgen und zitiert einen finnischen Sinnspruch: „Wer zur Sauna gehen kann, darf auch in die Sauna gehen.“ Päffgen selbst gönnt sich das Saunavergnügen regelmäßig – „am liebsten täglich, dann aber immer nur einen Gang“. Genau wie die Finnen: Wenn es draußen am wärmsten ist, baden sie am häufigsten Sauna, weil der Wechsel von Warm- und Kaltreizen die Abhärtung für den Winter bringt.

 

 

Zurück                                Seite 2